22.09.2026

Vom TGM an die Universität

Wie weit eine HTL-Ausbildung führen kann, zeigte sich am 1. Juli 2026 an der Universität Wien: Der frischgebackene TGM-Maturant Max Lechner (Abteilung Biomedizin- und Gesundheitstechnik) präsentierte seine Diplomarbeit vor der Forschungsgruppe von Univ.-Prof. Jürgen Zanghellini.


Knapp ein Drittel aller Todesfälle weltweit ist laut WHO auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen zurückzuführen. Zur frühzeitigen Erkennung von Herzerkrankungen kann das Elektrokardiogramm (EKG), das die elektrische Herzaktivität aufzeichnet, wichtige Hinweise liefern. Gemeinsam mit Franziska Lew und Sebastian Strumberger hatte Max Lechner im Rahmen der Diplomarbeit ein System zur computergestützten Auswertung von EKG-Signalen entwickelt. Während Franziska und Sebastian die elektronische Schaltung eines 12-Kanal-EKGs realisierten, lag der Schwerpunkt von Max auf der Entwicklung und dem Training einer künstlichen Intelligenz, die EKG-Signale analysiert und daraus eine Befundung ableitet. Betreut wurde die Diplomarbeit am TGM von Prof. Johannes Schachner und Prof. Christian Jungreuthmayer.

Für das Training seiner KI benötigte Max beträchtliche Rechenressourcen. Dank der großzügigen Unterstützung von Univ.-Prof. Zanghellini konnte Max dafür einen leistungsfähigen Rechner mit beeindruckenden 2 TB Arbeitsspeicher nutzen.


Nach seiner ausgezeichneten Matura im Juni erhielt Max die Gelegenheit, seine Arbeit direkt an der Universität Wien vorzustellen. Vor der Forschungsgruppe von Univ.-Prof. Zanghellini präsentierte der engagierte und technisch versierte HTL-Absolvent sein Projekt und stellte sich anschließend den zahlreichen, teilweise sehr anspruchsvollen Fragen der Wissenschaftler. Dabei konnte Max mit seinem fundierten Fachwissen überzeugen und beantwortete die Fragen souverän. Die Forscher zeigten sich von der Leistung des jungen HTL-Absolventen beeindruckt.


Für die Abteilung Biomedizin- und Gesundheitstechnik ist diese Präsentation ein schönes Beispiel dafür, dass eine anspruchsvolle technische Ausbildung, Eigeninitiative und wissenschaftliche Neugier schon während der HTL-Ausbildung zu bemerkenswerten Projekten führen können.

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