1.6.2026

Prämierung der besten Maturaprojekte und Ehrung der TGM-Besten

Auch heuer hat der Technologenverband gemeinsam mit dem Kuratorium und dem Elternverein wieder die Organisation einer tollen Feier übernommen.

Am 28.05.2026 wurden die besten Maturaprojekte prämiert sowie die TGM-Beste geehrt. Als Draufgabe gab es dieses Jahr auch noch die Möglichkeit, sein Maturaprojekt für den „Publikums-Preis“ einzureichen. Hier sind vier Gruppen angetreten, die in einer Minute kurz und knackig ihr Maturaprojekt präsentieren mussten. Das Publikum konnte dann mittels QR-Code Punkte vergeben.

Gruppe „SunSearcher“ (Abteilung Elektrotechnik)

 

Im Rahmen dieser Diplomarbeit wird eine zweiachsig nachgeführte Photovoltaikanlage konzipiert und realisiert. Ziel des Projekts ist die Entwicklung eines Systems, das PV-Module optimal zur Sonne ausrichtet, um den Energieertrag zu maximieren.

 

Für die Umsetzung kommen Sensoren und Mikrocontroller zum Einsatz, die den aktuellen Sonnenstand erfassen und die Anlage entsprechend automatisch nachführen. Während des Betriebs werden zentrale Messgrößen wie Spannung, Strom sowie der Neigungswinkel erfasst und digital aufbereitet dargestellt.

 

Ein wichtiger Bestandteil der Arbeit umfasst die Berechnung des Sonnenverlaufs, die Analyse der auftretenden Windlasten sowie die wirtschaftliche Bewertung verschiedener Anlagenvarianten.

Gruppe „Pilze fressen Kunststoff“ (Abteilung Kunststoff- und Umwelttechnik)

 

Wir haben im Rahmen unserer Diplomarbeit Kunststoff vom Boden aufgesammelt, auf diesem haben wir unterschiedliche Pilze gefunden. Um sie zu identifizieren haben wir die DNA dieser Pilze extrahiert und vermehrt, diese konnten wir dann mit einer Datenbank abgleichen. Dank einer Studie, welche von uns an unser Forschungsziel angepasst wurde, konnten wir visuell nachweisen, dass die von uns gefundenen Pilze nicht nur auf Kunststoff wachsen, sondern diesen auch abbauen. 

Gruppe „Filament-Recycler“ (Abteilung Maschinenbau)

 

Im Rahmen einer Diplomarbeit haben Timon Fabsich, Matthias Eichinger und Benedikt Habres eine kompakte, wohnraumtaugliche Desktop-Maschine entwickelt, die Kunststoffabfälle aus dem 3D-Druck direkt am Entstehungsort recycelt. Die Anlage vereint Materialzufuhr, präzise temperaturgeregelte Extrusion, Kühlung und eine automatisierte Aufwicklung in einem sicheren Gehäuse, um eine konstant hohe Filamentqualität für den Neudruck zu garantieren.

 

Nach dem erfolgreichen schulischen Abschluss und Auszeichnungen bei Wettbewerben wie dem Qualify.ing-Contest und dem YAEC2026 wird das Projekt nun außerschulisch weiterentwickelt. Das Team arbeitet aktuell an einer verbesserten Version der Maschine und zieht eine zukünftige kommerzielle Verwertung für Heimanwender und Print-Farms in Betracht.

 

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Gruppe „KI-Pipeline für ERP-System“ (Abteilung Wirtschaftsingenieure)

 

Für das Odoo-basierte ERP-System onRetail haben wir drei KI-Module entwickelt, die unterschiedliche Aufgaben im Arbeitsalltag automatisieren.

Das erste Modul wertet Kundenrezensionen automatisch aus und fasst sie pro Produkt strukturiert zusammen.

Das zweite ermöglicht eine semantische Produktsuche, die nicht nur auf exakte Begriffe achtet, sondern die Bedeutung hinter der Anfrage versteht. 

Das dritte übernimmt Preisvergleich und Marktanalyse und generiert dazu passende, SEO-optimierte Produktbeschriftungen.

 

Gemeinsam greifen alle drei auf eine zentrale KI-Pipeline zu, über die die Sprachmodelle angebunden werden. Im Lauf der Entwicklung haben wir das Ganze auf eine ausgereiftere Lösung umgestellt, damit die Module sauber ins ERP integriert sind und sich später leicht erweitern lassen.

Gruppe „DermaFlow“ (Abteilung Biomedizin und Gesundheitstechnik)

 

Bei unserem Diplomarbeitsprojekt „DermaFlow“ geht es um die Entwicklung einer kostengünstigen und handlichen Testvorrichtung zur Untersuchung der Hautpenetration chemischer Substanzen. Hintergrund ist, dass Arbeiter:innen in handwerklichen Berufen häufig mit hautschädigenden Stoffen in Kontakt kommen, was zu Reizungen oder langfristigen Hauterkrankungen führen kann.

 

Der von uns entwickelte DermaFlow stellt eine Alternative zur herkömmlichen Franz-Diffusionszelle dar. Mithilfe einer membranbasierten Testapparatur und eines temperaturgeregelten Wasserbads können hautähnliche Bedingungen simuliert und mehrere Tests gleichzeitig durchgeführt werden. Die Vorrichtung besteht aus 3D-gedruckten Komponenten und soll eine einfache, kostengünstige und praxisnahe Untersuchung verschiedener Wirkstoffe ermöglichen.

 

Ziel des Projekts ist es, einen Beitrag zur Prävention berufsbedingter Hauterkrankungen und zum besseren Schutz von Arbeitnehmer:innen zu leisten.

Gruppe „KWP Event Check-In KECI“ (Abteilung Informationstechnologie)

 

Bei unserem Projekt „KECI“ (KWP Event Check-In) handelt es sich um eine mobile Android-Applikation zur digitalen Anwesenheitserfassung, die wir exklusiv für die Klubbetreuerinnen und Klubbetreuer des Kuratoriums für Wiener Pensionistenhäuser (KWP) entwickelt haben. Das primäre Ziel unseres Systems ist es, den bisherigen, fehleranfälligen und zeitintensiven Prozess mit Papier und Stift durch eine effiziente, digitale Lösung zu ersetzen. Die Applikation ist dafür in der Lage, bestehende Veranstaltungslisten im PDF-Format zu importieren, deren Inhalte intelligent zu extrahieren und in ein maschinenlesbares Format umzuwandeln.


Am Tag der Veranstaltung erfolgt der eigentliche Check-in der Teilnehmer dann direkt und sekundenschnell über die Smartphone-Kamera. Hierbei nutzt das System eine hybride Erkennung: Es erkennt automatisch entweder den QR-Code auf den Klubkarten der Mitglieder oder verwendet eine optische Zeichenerkennung (OCR), um die Bestellnummer auf den ausgedruckten Buchungsbestätigungen präzise auszulesen. Um diesen reibungslosen Ablauf zu garantieren, umfasst unser Projekt neben der nativen Android-App auch ein eigens entwickeltes, serverseitiges Backend inklusive einer relationalen Datenbank, einer REST-API sowie einer automatisierten Datenexport- und E-Mail-Versand-Funktion.

Der Publikumspreis ging an die Gruppe „Capimat-Sturzerkennungsmatte“. Hierbei handelt es sich um eine Duschmatte, die Stürze erkennen kann und dann im Bedarfsfall einen Notruf absendet. Die anderen Gruppen: „SmartGlove – Fingerspracherkennung“, „Zellstimulation durch elektrische Signale“ und „Celly“ haben ebenso großartig präsentiert. Es war ein Kopf-an-Kopf-Rennen!