04.02.2026

Doppelsieg der WI beim UNIKATE-Ideenwettbewerb

Doppelsieg der WI beim UNIKATE-Ideenwettbewerb

Unter den 20 Einreichungen beim UNIKATE – Ideenwettbewerb, bei dem es darum geht Ideen oder Projekte zu entwickeln, die behinderten Menschen helfen, ihren Alltag besser und selbstständiger zu bewältigen, schafften es beide Gruppen aus der WI ins Finale.

Digitale Teilhabe
Doris Bäs-Fischlmair, Eman El-Khamesy, Okikiola Olaoye und Lana Schug aus dem Aufbaulehrgang entwickeln in ihrer Diplomarbeit eine inklusive interaktive Webseite, die spielerisch dazu motivieren soll, Fake News, Manipulation und digitale Legenden zu erkennen.

Um möglichst viele Menschen anzusprechen, wird ein Quiz in den Schwierigkeitsstufen einfache Sprache, mittel und schwer entwickelt. Besonders großer Wert wird auf Barrierefreiheit gelegt. So ist es z. B. möglich, für farbenblinde Personen die Farbeinstellungen oder für kurzsichtige Menschen die Schriftgröße anzupassen und bei Bedarf ein längeres Zeitlimit für ein Quiz einzustellen. Ein Teammitglied entwickelt eine Android-App, um den Zugang zu den Inhalten auch mobil zu ermöglichen. Frau Bäs-Fischlmair plant, dieses Projekt auch nach Abschluss der Diplomarbeit weiterzuentwickeln.

Trinkflasche
Die andere prämierte Diplomarbeit der Abteilung WI ist mit der Verwirklichung einer Idee von Lucia Mensikova beschäftigt. Die Studierende des Kollegs, die im sonderpädagogischen Bereich tätig gewesen ist, wird von Kadrie Ademova, Lina Grünauer und Christine Lorenz unterstützt.

Frau Mensikova hat erkannt, dass zwei Mitschülerinnen motorische Defizite aufweisen, die ihnen das Trinken aus handelsüblichen Gebinden erschweren. Aus diesen Umständen heraus hat sich die Gruppe das Ziel gesetzt, eine Trinkflasche zu konstruieren, die an die Bedürfnisse von Menschen mit feinmotorischen Beeinträchtigungen angepasst ist. Neben einer stoßsicheren, gut isolierenden Ummantelung muss die Flasche ein auslaufsicheres Mundstück aufweisen, das auch leicht verschließbar ist. Um Geschmacksneutralität und Spülmaschineneignung zu garantieren, wird eine Glasflasche verwendet.

Nach der Präsentation von 12 ausgewählten Projekten im Dezember prämierte eine Jury aus Vertreterinnen und Vertretern von UNIQA, der TU Wien und des Österreichischen Behindertenrates diese beiden Einreichungen als Beiträge zur gesellschaftlichen Teilhabe und Autonomie von Menschen mit Behinderungen.
Die Preisverleihung für 6 UNIKATE mit einer Dotierung von 2000 Euro pro Gruppe findet nach einer Präsentation der fertigen Projekte am 14. September im Veranstaltungszentrum Catamaran in Wien statt.